4. September 2026

«Ohne Sponsoren wäre so viel Training kaum möglich»

Engagement & Sponsoring
Waldburger Gartenbau setzt sich auch abseits von Grünanlagen für eine lebendige Region ein und unterstützt deshalb hiesige Vereine sowie Sportlerinnen und Sportler. Zu ihnen gehört die Herisauer Skirennfahrerin Elyssa Kuster. Die Slalom-Spezialistin gehört zum B-Kader von Swiss-Ski und spricht im Interview über ihren Weg in den Spitzensport, ihren Trainingsalltag und die Bedeutung von Sponsoren.
«Ohne Sponsoren wäre so viel Training kaum möglich»

Elyssa Kuster, stellen Sie sich kurz vor. Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin 21 Jahre alt, komme aus Herisau und fahre Ski Alpin, mittlerweile mit einem klaren Schwerpunkt auf Slalom. Ich bin Teil des B-Kaders von Swiss-Ski und bestreite unter anderem Europacup-Rennen. Daneben studiere ich Bauingenieurwesen im Fernstudium.

Wann haben Sie gemerkt, dass Skifahren für Sie mehr als ein Hobby werden könnte?

Meine ältere Schwester hat mit Skifahren angefangen, und ich wollte alles machen, was sie auch macht. Mein erstes Rennen bin ich schon mit drei Jahren gefahren. Damals habe ich meinen Eltern während der Fahrt noch gewunken – heute mache ich das erst im Ziel. (lacht) Später besuchte ich die Sportschule in Teufen und danach fünf Jahre lang das Sport-Gymnasium in Davos. An solchen Übergängen stellt sich immer wieder die Frage: Wie weit will und kann ich gehen? Heute bin ich im B-Kader und weiss, dass ich die Möglichkeit habe, im Skisport noch weiterzukommen.

Was fasziniert Sie am Skirennsport bis heute?

Gerade am Slalom gefällt mir, dass enorm viel passieren kann. Es geht nicht einfach nur um Tempo. Man muss technisch sauber fahren, schnell reagieren und bis zum Schluss dranbleiben. Und natürlich will ich gewinnen, auch deswegen Slalom. Dort kamen die Resultate am schnellsten und ich merkte, dass mir die Disziplin sehr liegt. Ein weiterer schöner Teil des Sports ist das Reisen. Ich komme an viele Orte und in Länder, die ich sonst wahrscheinlich nicht kennenlernen würde. Das schätze ich sehr.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen vor allem die Rennen. Wie viel Arbeit steckt hinter diesen wenigen Minuten auf der Piste?

Sehr viel. Training ist im Grunde unser Beruf. An vielen Tagen kommen drei Trainingseinheiten zusammen. Während andere einen Arbeitstag im Büro verbringen, sind wir auf den Skiern, im Kraftraum, auf dem Velo oder sonst irgendwo am Schwitzen. Drei Stunden reines Training pro Tag sind schnell erreicht, dazu kommen Regeneration, Material und die ganze Organisation rundherum.

Wie sieht ein typischer Sommer für Sie aus?

Sehr sportlich und möglichst vielseitig. Ich fahre Ski auf Gletschern, bin auf dem Rennvelo unterwegs, gehe joggen, trainiere Kraft und Koordination. Auch Sportarten wie Badminton oder Yoga gehören dazu. Gerade im Slalom sind Schnelligkeit, Agilität und Reaktionsvermögen enorm wichtig. Keine Piste und keine Situation ist genau gleich, deshalb muss man sich ständig anpassen können.

Parallel dazu studieren Sie Bauingenieurwesen. Wie funktioniert das neben dem Spitzensport?

Ich mache ein Fernstudium, was für mich ideal ist. Dadurch kann ich überall lernen. Wenn man so viel reist wie wir, ist diese Flexibilität sehr wichtig. Zur Baubranche habe ich von zu Hause aus einen Bezug. Meine Familie hat eine Schreinerei, in der ich manchmal mithelfe. Ich bin also mit handwerklicher Arbeit aufgewachsen. Ich habe mir vor dem Studium verschiedene Möglichkeiten angeschaut und auch geschnuppert. Bauingenieurwesen fand ich sehr spannend – und es lässt sich in dieser Form gut mit dem Sport verbinden.

Welche Herausforderung hat Sie auf Ihrem bisherigen Weg besonders geprägt?

Bisher bin ich glücklicherweise von schweren Verletzungen weitgehend verschont geblieben. Vor zwei Jahren hatte ich eine Gehirnerschütterung und musste ungefähr einen Monat pausieren. Das war meine erste längere Zwangspause. Als Sportlerin möchte man immer trainieren und vorwärtskommen. Wenn man dann plötzlich ausgebremst wird, ist das schwierig. Zum Glück bin ich danach gut zurückgekommen. In dieser Zeit hat sich auch nochmals stärker gezeigt, dass ich meinen Fokus auf den Slalom legen möchte.

Gab es in der vergangenen Saison einen Moment, bei dem Sie gedacht haben: Dafür lohnt sich der ganze Aufwand?

Davon gab es einige. Es war meine erste Europacup-Saison und der Start war nicht ganz einfach. Beim ersten Rennen bin ich ausgeschieden, das zweite fiel aus. Beim dritten Rennen bin ich dann direkt in die Top 30 gefahren. Das war ein sehr schöner Moment, weil ich mir selbst zeigen konnte: Dort will ich hin, und dort kann ich auch hin. Ein weiteres Highlight war die Junioren-Weltmeisterschaft in Norwegen. Pro Disziplin können nur vier Schweizerinnen teilnehmen. Dass ich dabei sein durfte, war deshalb etwas Besonderes – und gleichzeitig wieder eine Gelegenheit, durch den Sport ein neues Land kennenzulernen.

Welche Rolle spielen Sponsoren auf Ihrem Weg?

Eine sehr grosse. Spitzensport kostet viel Geld, gerade auch das Sommertraining. Gleichzeitig möchte ich mein Studium weiterführen und so viel wie möglich trainieren. Ohne Sponsoren wäre das in diesem Umfang kaum möglich. Ich bin Waldburger Gartenbau sehr dankbar. Gerade in dieser Phase meiner Karriere hilft mir die Unterstützung enorm.

Wie kam der Kontakt zu Waldburger Gartenbau zustande?

Über den Matchpoint vor rund drei Jahren. Dort können sich Sportlerinnen und Sportler Unternehmen aus der Region vorstellen. Ich war damals zum ersten Mal dabei und so entstand der Kontakt zu Waldburger Gartenbau. Daraus hat sich eine Unterstützung entwickelt, die nun schon seit einigen Jahren besteht. Das Unternehmen an sich kenne ich als Herisauerin schon lange – ich komme fast täglich daran vorbei.

Im Sport wie im Gartenbau braucht es Geduld, Ausdauer und kontinuierliche Arbeit. Erkennen Sie da Gemeinsamkeiten?

Auf jeden Fall. Im Sport läuft nicht jedes Training und nicht jedes Rennen so, wie man es sich wünscht. Trotzdem muss man geduldig bleiben und weiterarbeiten. Fortschritte kommen nicht immer sofort. Auch Ausdauer braucht es nicht nur körperlich, sondern im Kopf. Eine ganze Saison ist lang. Man muss auch nach schlechten Tagen oder Rückschlägen wieder bereit sein, weiterzumachen.

Haben Sie selbst einen Bezug zu Gärten und zur Arbeit im Freien?

Draussen bin ich durch den Skisport sowieso sehr viel. Einen eigenen Garten zu pflegen, wäre momentan schwierig, weil ich oft wochenweise unterwegs bin. Meine Eltern haben aber einen Garten und bauen viel Gemüse an. Wenn ich irgendwann einmal meinen eigenen Haushalt habe und genügend Zeit dafür finde, hätte ich gerne selbst einen Garten. Gemüse anzupflanzen, wachsen zu sehen und später damit zu kochen, gefällt mir.

Wenn Sie einen Tag bei Waldburger Gartenbau mitarbeiten dürften – was würden Sie ausprobieren?

Wahrscheinlich etwas mit den Maschinen. Einmal selbst auf einem Bagger zu sitzen und damit zu arbeiten, würde mich schon reizen. Handwerkliche Arbeit und dreckige Hände kenne ich aus unserer Schreinerei, aber solche Maschinen haben wir dort natürlich nicht.

Die neue Saison beginnt im Herbst. Was haben Sie sich vorgenommen?

Die ersten Europacup-Rennen stehen im November an. Ich möchte dort anknüpfen, wo ich in der vergangenen Saison aufgehört habe. Mein Ziel ist, im Europacup in die Top 15 zu fahren und mich über die Saison hinweg weiterzuentwickeln.

Und was wäre das ganz grosse Ziel?

Langfristig wäre die Kristallkugel im Slalom mein Traum. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber genau darauf arbeite ich Tag für Tag hin.

Machen auch Sie sich bereit für den Winter!

Eine gute Wintersaison beginnt mit der richtigen Vorbereitung – das gilt nicht nur für Ski-Talent Elyssa Kuster. Im Garten stehen im Herbst ebenfalls einige wichtige Arbeiten an. Waldburger Gartenbau unterstützt Sie dabei, alles rechtzeitig für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Kontaktieren Sie uns, Ihre Profis fürs Grün stehen Ihnen gerne zur Seite!